Der Berlin vorgelagerte Grunewald war schon im Mittelalter ein beliebtes Jagdziel des preußischen Adels. So entstand hier neben dem Jagdschloß Grunewald bereits Mitte des 17. Jahrhunderts das Anwesen Paulsborn. Zu diesem Namen kam es allerdings erst Ende des 18. Jahrhunderts.
Der Namensgeber, Freiherr von Born, war Mitglied des Regiments von Nollendorf. General von Nollendorf bat den “alten Fritz” bei einem Besuch in der Kaserne um den Ehekonsens für seine Tochter Ulrike mit von Born. Der König lehnte ab. Der “tolle Baron” verlangte nunmehr die Genehmigung, diese wurde vom “alten Fritz” endgültig abgelehnt – sofortige Entlassung der Meriten, ohne Apanage, waren der Erfolg dieser Bemühungen; von Born musste fliehen. Am “Gendarmenmarkt zu Berlin” traf er seinen früheren alten Feldwebel Ilgner. Dieser war jetzt Forstmeister im “Jagdschloß Grunewald”. Trotz Widerspruchs nahm er von Born mit hinaus. Durch Vermittlung des Regimentsadjutanten v. Caretti traf Ulrike von Nollendorf auch bald dort ein. Pfarrer Müller von der Dorfkirche Dahlem traute insgeheim die Beiden. In einer Wendenhöhle hausten die Liebenden viele Jahre. 1786 starb der König. Der Thronfolger Friedrich Wilhelm II rehabilitierte Freiherr v. Born. Voller Rührung fielen sich General von Nollendorf und Tochter sowie der Schwiegersohn und seine zwei Söhne in die Arme. Der Major von Born erhielt nunmehr von dem jungen König ein großes Anwesen. Durch die Verbindung der Namen des Jägermeisters “Paul” mit “von Born” entstand der Name des Hauses.
Im Jahre 1871 wurde das Anwesen grundlegend ausgebaut und erhielt so seine heutige Form. Gastronomisch wird es schon seit der Jahrhundertwende genutzt.
