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Jeder ist ein Teil des Ganzen

Infektions-Schutz-Konzept von Mosaik zum Nachlesen

Stand 19.05.2020

Infektionsschutzkonzept zur Eindämmung von CoVid-19 der Mosaik-Berlin gGmbH

1. Geltungsbereich

Die folgenden Regelungen dienen dem standardisierten Arbeitsschutz zur Vorbeugung von CoVid-19-Infektionen und gelten für die Mosaik-Berlin gGmbH.

Grundlage ist die jeweils aktuelle Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Landes Berlin sowie der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Umsetzungspläne werden durch Geschäftsführung und Krisenstab verabschiedet und gelten für die Dauer der laufenden Eindämmungsmaßnahmenverordnung. Diese sind bei Vorlage der Folgeverordnung anzupassen. Signifikante Änderungswünsche während der Verordnungsphase sind an den Krisenstab zu adressieren und bedürfen vor Umsetzung der Zustimmung der Geschäftsführung. 

2. Betriebsorganisation

2.1 Vollbetrieb

Vollbetrieb bezeichnet den Regelbetrieb ohne Verminderung der Mitarbeiterkapazitäten. Bei Vollbetrieb ist die vermehrte Durchsetzung des Sicherheitsabstandes zu beachten. Sämtliche Raumkapazitäten müssen ausgenutzt und bei Notwendigkeit weitere Räumlichkeiten organisiert werden, um die Einhaltung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen zu ermöglichen. Es ist darauf zu achten, dass abteilungsübergreifende Begegnungen auf ein Minimum reduziert werden. Standortübergreifendes Arbeiten soll nach Möglichkeit komplett vermieden werden.

2.2 Schichtarbeit

Bei der Schichtarbeit muss die Begegnung der beiden Schichtgruppen vermieden werden. Dies gilt auch für die Organisation des Schichtwechsels. Zwischen den Schichten muss eine ausführliche (Flächen-)Desinfektion erfolgen. Bei Schichtarbeit jeglicher Ausprägung muss stets eine praktikable Alternativplanung (Plan B) auf Grundlage einer anderen Art der Betriebsorganisation zur Verfügung stehen, die dann zum Zuge kommt, wenn das Modell der Schichtarbeit gesetzlichen Herausforderungen gegenübersteht.

2.3 Homeoffice/Mobiles Arbeiten

Die Arbeit im Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten stellt eine betriebsorganisatorische Maßnahme dar, die im Mosaik-Unternehmensverbund einer schriftlichen Genehmigung bedarf. Sie könnte zu den folgenden Zwecken eingesetzt werden:

  • Als Maßnahme zur Reduktion der Mitarbeiterzahl wegen Mangels an Raumkapazitäten.
  • Als Schutzmaßnahme, sofern passende Arbeitsaufträge in mobiler Arbeit bzw. Homeoffice umsetzbar sind.

2.4 Notbetreuung
(gilt nur für den Fall, dass diese in einer Folgeverordnung noch relevant sein wird)

Die Notbetreuung steht ausschließlich Personen offen, die nach der jeweils aktuellen Eindämmungsverordnung des Landes Berlin einen Anspruch darauf haben.

2.5 Eingangsverfahren (EV) und Berufsbildungsbereich (BBB)

Das EV kann aufgrund seiner Bedeutung für die Bewertung und weitere Entwicklung ausschließlich in Präsenzform stattfinden. Der BBB kann in Präsenzform oder in alternativer Durchführung stattfinden. Beide Formen können kombiniert werden. Jede/r BBB-Teilnehmende kann zwischen beiden Formen wechseln.

2.6 Ausgelagerte Arbeitsplätze sowie feste Außenarbeitsgruppen

Ausgelagerte Arbeitsplätze sowie feste Außenarbeitsgruppen können als Beschäftigungsmöglichkeit für Beschäftigte aufrechterhalten werden, wenn

  1. die dortige Ausübung ihrer Arbeit unter den aktuellen Umständen für den Beschäftigten zumutbar erscheint,
  2. die Zustimmung des externen Betriebs vorliegt und
  3. der externe Betrieb die geltenden Sicherheitsbestimmungen vollständig erfüllt und
  4. der externe Betrieb die geltenden Hygienevorschriften und Abstands-regelungen vollständig erfüllt.

3. Beschilderungen und Leitsysteme

Sämtliche Markierungen, Beschilderungen und Leitsysteme sind klar erkennbar bzw. in leichter Sprache oder mit Piktogrammen anzubringen. Dabei gilt es, die folgenden Punkte und Orte zu bedenken:

  • statische Arbeitsplätze mit 1,5 m Radius
  • alternativ Mund-Nasen-Masken, Visiere und/oder Abtrennmöglichkeiten
  • Wegführung kenntlich machen
  • nach Möglichkeit Eingang und Ausgang trennen und entsprechend markieren
  • Toilettenbenutzung standortspezifisch regeln
  • flächendeckend Grundregeln in leichter Sprache und mit Piktogrammen
  • Raucherbereiche
  • Fahrstühle: Abstandsregeln einhalten, Maskenpflicht
  • Ruheraum
  • Umkleidekabinen
  • Sonstige Hotspots (Ein- und Ausgänge, Empfang, Aufenthaltsräume, Kantinen )

4. Schutzmaterial

4.1 Bereitstellung

Die Einrichtungen haben in allen relevanten Bereichen stets folgendes Material in ausreichendem Umfang bereitzustellen:

  • Mund-Nasen-Masken, ggf. Visiere
  • Desinfektionsmittel
  • Seife
  • Handschuhe
  • Taschentuch-Boxen
  • Handcreme

4.2 Bestellung

Die Bestellung von Schutz- und Hygienematerial soll mit dem Krisenstab abgesprochen werden.

5. Verhalten

Allgemein gültige Verhaltens- und Hygieneregeln:

  • Sicherheitsabstand von 1,5 m einhalten
  • Maskenpflicht in bestimmten Fällen
    Als Masken akzeptiert werden:
    • Alltagsmasken
    • Mund-Nasen-Maske
    • Visiere
  • Pausen- und Sozialräume entsprechend der Regelungen nutzen
  • Sicherheitsabstand von 1,5 m auch beim Rauchen einhalten
  • Vermeidung von großen Gruppen und Meetings, Ausweichen auf Videokonferenzen
  • Standortübergreifende Begegnungen vermeiden
  • Telefonkonferenzen und Videokonferenzen
  • Schreibutensilien, Telefone und weitere Gebrauchsgegenstände nicht teilen
  • Private Gegenstände wie Zigaretten, Feuerzeuge, Kopfhörer nicht teilen
  • Toiletten und Umkleidekabinen:
    • Reduzierung/Vermeidung der gleichzeitigen Nutzun
    • Wartepunkte ausweisen und befolgen
  •  Hygieneregeln:
    • Regelmäßiges Hände waschen
    • In die Armbeuge husten und niesen
    • Einwegtaschentücher benutzen
    • Regelmäßige Reinigung der Mund-Nasen-Masken
    • Regelmäßige Raumlüftung
    • Nicht ins Gesicht fassen
    • Regelmäßige Desinfektion von:
      • Türklinken (optional Türen geöffnet halten und Lichtschalter so wenig wie möglich betätigen)
      • Werkzeug und Maschinen (wenn möglich personalisieren)
      • Beschäftigungsmaterial (wenn möglich personalisieren)
      • Toiletten
      • Ruheräume
      • Umkleidekabinen

Die jeweils geltende betriebliche Brandschutzordnung und Sammelplatzregelung im Brandfall vor Ort gelten vorrangig gegenüber den genannten Verhaltens- und Hygieneregeln.

6. Essensversorgung

Die Essensversorgung ist grundsätzlich weiter sicherzustellen. Dabei gilt es, folgende Punkte zu bedenken:

  • Hygienerichtlinien müssen dabei stetig eingehalten und durchgesetzt werden
  • Bestuhlung umorganisieren und ggf. personalisieren
  • Warteschlangen organisieren
  • Pausenzeiten anpassen, um Begegnungen von Abteilungen zu vermeiden
  • Essen in den Gruppenräumen ermöglichen
  • Regelmäßige Reinigung, ggf. Flächendesinfektion vor jeder neuen Nutzung
  • Besteckausgabe durch eine Person regeln
  • Keine offenen Buffets/keine offenen Getränke anbieten
  • Spuckschutz installieren
  • Tragen von Mund-Nasen-Maske sicherstellen
  • Konzepte zur Kontaktvermeidung bei der Essenszubereitung erstellen
  • Weitere Hotspots ausmachen und Lösungen finden
  • Gästeversorgung umorganisieren

7. Personenbeförderung

7.1 Fahrdienste

Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind soweit wie möglich auch auf dem Weg zur WfbM und von der WfbM nach Hause einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist während der Beförderung zwingend erforderlich. Die WfbM hat in Abstimmung mit dem Beförderer entsprechende Vorsorge zu treffen, damit die Vorgaben eingehalten werden.

7.2 ÖPNV

Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV sollten über die aktuellen Sicherheits-bestimmungen im ÖPNV informiert werden. Maskenpflicht ist hier unbedingt einzuhalten.

7.3 Interne Beförderung

Interne Beförderungsfahrten und Montagefahrten sind nur mit Mund-Nasen-Maske erlaubt. Die Innenräume von Firmenfahrzeugen sind regelmäßig zu desinfizieren, insbesondere nach Beförderung mehrerer bzw. wechselnder Personen.

8. Arbeitsbegleitende Angebote

Arbeitsbegleitende Angebote finden nur statt, wenn diese unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen durchgeführt werden können. Die Freigabe erfolgt durch bzw. in Abstimmung mit der Bereichsleitung Bildung und Pädagogik.

9. Meldungspflichten und Notfallplanung

9.1 Grundsatz

Bei auftretenden (Verdachts-)Fällen sind interne und externe Meldepflichten einzuhalten. Die interne Meldepflicht dient der Information des internen Krisenmanagements, während die betriebsexterne Meldepflicht das jeweils zuständige Gesundheitsamt als Adressaten meint.

Letztere orientiert sich an der Empfehlung des Robert Koch Instituts (Stand: 07.05.2020). Die Meldepflicht ist in den folgenden Fällen wie beschrieben zu erfüllen.

9.2 Krankmeldung wegen grippeähnlicher Symptome

  1. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung
  2. Betroffene Person in den häuslichen Bereich schicken, mit der Aufforderung sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Direkte Kontaktpersonen der betroffenen Person nach Möglichkeit separieren.
  3. Desinfektion des Arbeitsplatzes der betroffenen Person

9.3  Auftreten von grippeähnlichen Symptomen am Arbeitsplatz (Verdachtsfall)

  1. Bei Feststellung von:
    • starkem Husten
    • Anzeichen von erhöhter Temperatur/Fieber (ab 37,5°C)
    • Glieder- oder Lungenschmerzen
      Sofortige räumliche Isolierung der betroffenen Person
  1. Betroffene Person nach Hause schicken mit der Aufforderung, sich in ärztliche Behandlung zu begeben (ggf. Miteinbezug von Rechts- und Wohnbetreuung)
  2. Desinfektion des Arbeitsplatzes der betroffenen Person veranlassen
  3. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung – Krisenstab

Wenn die betroffene Person bekanntermaßen in den letzten 14 Tagen einen direkten Kontakt zu einer anderen positiv getesteten Person hatte, ist ebenfalls Meldung an das zuständige Gesundheitsamt zu machen:

  1. Zuständiges Gesundheitsamt mit Postleitzahltools des Robert Koch Instituts ausmachen
  2. Meldeinhalte zur betroffenen Person formlos vorbereiten
    • Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum
    • Adresse und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
    • Angaben zu Mosaik, Abteilung und Tätigkeit
    • Art der Symptome
    • Wahrscheinliche Infektionsquelle, wenn bekannt
    • Name, Vorname (meldende Person)
    • Telefonnummer, E-Mail-Adresse (meldende Person)
  3. Elektronische Übermittlung der Daten an das Gesundheitsamt (Cc Standortleitung)
  4. Bei negativem Testergebnis: Trotzdem kurze formlose Meldung ans Gesundheitsamt

9.4   Positives COVID-19-Testergebnis

Liegt ein positives Testergebnis vor, sind sämtliche direkte Kontaktpersonen der letzten 14 Tage am Arbeitsplatz angehalten, nach Hause zu gehen und sich (telefonisch) ärztlichen Rat einzuholen. Bei direkten Kontaktpersonen, die ebenfalls Symptome aufweisen, ist wie in Punkt 9.3 zu verfahren. Im Überblick bedeutet dies:

  1. Sofortige Isolierung von sämtlichen direkten Kontaktpersonen der betroffenen Person der letzten 14 Tage am Arbeitsplatz (bei abteilungsübergreifenden Kontakten jeweilige/n Dienstvorgesetzte/n kontaktieren)
  2. Kontaktpersonen nach Hause schicken und Bitte um ärztlichen Rat kommunizieren (ggf. Miteinbezug von gesetzlicher Betreuung und Wohnbetreuung)
  3. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung – Krisenstab
  4. Bei weiterem positiven Testergebnis: Verfahren für betroffene Person wiederholen

10. WfbM-Öffnung

Beschäftigte im AB, Teilnehmende des BBB und des BFB können Beschäftigung und Betreuung in Anspruch nehmen, wenn sie

  • keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit einer bestätigt infizierten Person 14 Tage vergangen sind
  • sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet beim RKI: rki.de/covid-19) bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sich keine Krankheitssymptome zeigen (Bescheinigung vorlegen).

Beschäftigte im AB, Teilnehmende des BBB und des BFB mit Vorerkrankungen bzw. deren gesetzliche Vertretung müssen eine Bescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass keine Bedenken über die Wiederaufnahme der Beschäftigung und Betreuung im Rahmen der WfbM und des BFB bestehen.

Es wird von Mosaik eine betriebsärztliche Beratung vor dem weiteren Einsatz angeboten.

  Empfang:

  • Beschäftigte im AB, Teilnehmende des BBB und des BFB werden individuell begrüßt und in die geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln eingewiesen.
  • Täglich wird eine Temperaturmessung durchgeführt. Ab 37,5 Grad werden die Betroffenen nach Hause geschickt. Dann ist nach Punkt 9 zu verfahren.
  • Als Nächstes ist Händedesinfektion zu gewährleisten.
  • Weiterhin werden alle bei der Einhaltung der Regeln unterstützt und begleitet.
  • Unterweisungen und praktische Umsetzungen liegen in der Verantwortung der Gruppenleitenden und werden personenbezogen vom ersten Tag an durchgeführt und regelmäßig wiederholt.
  • Es wird schriftlich festgehalten, dass die Unterweisung durchgeführt worden ist.

Die Standorte setzen die beschriebenen Regelungen entsprechend ihrer räumlichen und strukturellen Gegebenheiten um.