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Jeder ist ein Teil des Ganzen

Infektions-Schutz-Konzept zum Nachlesen

Stand 02.03.2021

Infektionsschutzkonzept zur Eindämmung von CoVid-19 der Mosaik-Berlin gGmbH

1. Geltungsbereich

Die folgenden Regelungen dienen dem standardisierten Arbeitsschutz zur Vorbeugung von CoVid-19-Infektionen und gelten für die Mosaik-Berlin gGmbH.

Grundlage ist die jeweils aktuelle Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Landes Berlin sowie der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Umsetzungspläne werden durch Geschäftsführung und Krisenstab verabschiedet und gelten für die Dauer der laufenden Eindämmungsmaßnahmenverordnung. Diese sind bei Vorlage der Folgeverordnung anzupassen. Signifikante Änderungswünsche während der Verordnungsphase sind an den Krisenstab zu adressieren und bedürfen vor Umsetzung der Zustimmung der Geschäftsführung. 

Frank Schneider ist die von Mosaik benannte verantwortliche Person, an die man sich – sowohl intern als auch extern – wenden kann, um Fragen zu besprechen oder Ideen einzubringen. Er ist erreichbar unter 0177 / 681 28 22 bzw. f.schneider@mosaik-berlin.de.

2. Betriebsorganisation

2.1 Vollbetrieb

Vollbetrieb bezeichnet den Regelbetrieb ohne Verminderung der Mitarbeiterkapazitäten. Bei Vollbetrieb ist die vermehrte Durchsetzung des Sicherheitsabstandes zu beachten. Sämtliche Raumkapazitäten müssen ausgenutzt und bei Notwendigkeit weitere Räumlichkeiten organisiert werden, um die Einhaltung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen zu ermöglichen. Es ist darauf zu achten, dass abteilungsübergreifende Begegnungen auf ein Minimum reduziert werden. Standortübergreifendes Arbeiten soll nach Möglichkeit komplett vermieden werden.

2.2 Schichtarbeit

Bei der Schichtarbeit muss die Begegnung der beiden Schichtgruppen vermieden werden. Dies gilt auch für die Organisation des Schichtwechsels. Zwischen den Schichten muss eine ausführliche (Flächen-)Desinfektion erfolgen. Bei Schichtarbeit jeglicher Ausprägung muss stets eine praktikable Alternativplanung (Plan B) auf Grundlage einer anderen Art der Betriebsorganisation zur Verfügung stehen, die dann zum Zuge kommt, wenn das Modell der Schichtarbeit gesetzlichen Herausforderungen gegenübersteht.

2.3 Mobiles Arbeiten

Die Arbeit im Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten stellt eine betriebsorganisatorische Maßnahme dar, die im Mosaik-Unternehmensverbund einer schriftlichen Genehmigung bedarf. Sie könnte zu den folgenden Zwecken eingesetzt werden:

  • Als Maßnahme zur Reduktion der Mitarbeiterzahl wegen Mangels an Raumkapazitäten.
  • Als Schutzmaßnahme, sofern passende Arbeitsaufträge in mobiler Arbeit bzw. Homeoffice umsetzbar sind.

2.4 Notbetreuung
(gilt nur für den Fall, dass diese in einer Folgeverordnung noch relevant sein wird)

Die Notbetreuung steht ausschließlich Personen offen, die nach der jeweils aktuellen Eindämmungsverordnung des Landes Berlin einen Anspruch darauf haben.

2.5 Eingangsverfahren (EV) und Berufsbildungsbereich (BBB)

Das EV kann aufgrund seiner Bedeutung für die Bewertung und weitere Entwicklung ausschließlich in Präsenzform stattfinden. Der BBB kann in Präsenzform oder in alternativer Durchführung stattfinden. Beide Formen können kombiniert werden. Jede/r BBB-Teilnehmende kann zwischen beiden Formen wechseln.

2.6 Arbeitsbereich (AB)

Im Arbeitsbereich gibt es grundsätzlich die reguläre Präsenzpflicht. Ausnahmen gelten für Menschen, die aus Corona-bedingten Gründen nicht anwesend sein können:

  • z. B. wegen Quarantäne, (Teil-)Schließung der Einrichtung
  • z. B. wegen Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe (ärztliches Attest erforderlich)
    Es besteht die Möglichkeit, Arbeiten in einem anderen Rahmen anzubieten (modifizierte Leistungserbringung).

2.7 Ausgelagerte Arbeitsplätze sowie feste Außenarbeitsgruppen

Ausgelagerte Arbeitsplätze sowie feste Außenarbeitsgruppen können als Beschäftigungsmöglichkeit für Beschäftigte aufrechterhalten werden, wenn

  1. die dortige Ausübung ihrer Arbeit unter den aktuellen Umständen für den Beschäftigten zumutbar erscheint,
  2. die Zustimmung des externen Betriebs vorliegt und
  3. der externe Betrieb die geltenden Sicherheitsbestimmungen vollständig erfüllt und
  4. der externe Betrieb die geltenden Hygienevorschriften und Abstands-regelungen vollständig erfüllt.

3. Beschilderungen und Leitsysteme

Sämtliche Markierungen, Beschilderungen und Leitsysteme sind klar erkennbar bzw. in leichter Sprache oder mit Piktogrammen anzubringen. Dabei gilt es, die folgenden Punkte und Orte zu bedenken:

  • statische Arbeitsplätze mit 1,5 m Radius
  • alternativ Mund-Nasen-Masken, Visiere und/oder Abtrennmöglichkeiten
  • Wegführung kenntlich machen
  • nach Möglichkeit Eingang und Ausgang trennen und entsprechend markieren
  • Toilettenbenutzung standortspezifisch regeln
  • flächendeckend Grundregeln in leichter Sprache und mit Piktogrammen
  • Raucherbereiche
  • Fahrstühle: Abstandsregeln einhalten, Maskenpflicht
  • Ruheraum
  • Umkleidekabinen
  • Sonstige Hotspots (Ein- und Ausgänge, Empfang, Aufenthaltsräume, Kantinen )

4. Schutzmaterial

4.1 Bereitstellung

Die Einrichtungen haben in allen relevanten Bereichen stets folgendes Material in ausreichendem Umfang bereitzustellen:

  • Mund-Nase-Masken (sog. „OP-Masken“), FFP2-Masken; ggf. Visiere
  • Desinfektionsmittel
  • Seife
  • Handschuhe
  • Taschentuch-Boxen
  • Handcreme

4.2 Bestellung

Die Bestellung von Schutz- und Hygienematerial soll mit dem Krisenstab abgesprochen werden.

5. Verhalten

Allgemein gültige Verhaltens- und Hygieneregeln:

  • Sicherheitsabstand von 1,5 m einhalten
  • Maskenpflicht an den Standorten, insbesondere, wenn der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann (Beispiele: Pflege oder Anleitung zur Arbeit)
  • Auch im Freien Maske tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann
    Als Schutz akzeptiert werden: Mund-Nasen-Maske („OP-Masken“) / FFP2-Masken; ggf. in Einzelfällen und in Absprache mit dem Krisenstab: Visiere
  • Pausen- und Sozialräume entsprechend der Regelungen nutzen
  • Pausen- und Speiseräume, in denen Zeiten mit abgelegtem Schutz verbracht werden, ausreichend belüften
  • Pausen möglichst im Freien verbringen
  • Pausen oder Besprechungen mit mehr als zwei Mitarbeitenden vermeiden
  • Sicherheitsabstand von 1,5 m auch beim Rauchen einhalten
  • Vermeidung von großen Gruppen und Meetings, Ausweichen auf Videokonferenzen
  • Standortübergreifende Begegnungen vermeiden
  • Telefonkonferenzen und Videokonferenzen
  • Schreibutensilien, Telefone und weitere Gebrauchsgegenstände nicht teilen
  • Private Gegenstände wie Zigaretten, Feuerzeuge, Kopfhörer nicht teilen
  • Toiletten und Umkleidekabinen:
    • Reduzierung/Vermeidung der gleichzeitigen Nutzun
    • Wartepunkte ausweisen und befolgen
  •  Hygieneregeln:
    • Regelmäßiges Hände waschen
    • In die Armbeuge husten und niesen
    • Einwegtaschentücher benutzen
    • Regelmäßige Reinigung der Mund-Nasen-Masken
    • Regelmäßige Raumlüftung
    • Nicht ins Gesicht fassen
    • Regelmäßige Desinfektion von:
      • Türklinken (optional Türen geöffnet halten und Lichtschalter so wenig wie möglich betätigen)
      • Werkzeug und Maschinen (wenn möglich personalisieren)
      • Beschäftigungsmaterial (wenn möglich personalisieren)
      • Toiletten
      • Ruheräume
      • Umkleidekabinen

Die jeweils geltende betriebliche Brandschutzordnung und Sammelplatzregelung im Brandfall vor Ort gelten vorrangig gegenüber den genannten Verhaltens- und Hygieneregeln.

6. Essensversorgung

Die Essensversorgung ist grundsätzlich weiter sicherzustellen. Dabei gilt es, folgende Punkte zu bedenken:

  • Hygienerichtlinien müssen dabei stetig eingehalten und durchgesetzt werden
  • Bestuhlung umorganisieren und ggf. personalisieren
  • Warteschlangen organisieren
  • Pausenzeiten anpassen, um Begegnungen von Abteilungen zu vermeiden
  • Essen in den Gruppenräumen ermöglichen
  • Regelmäßige Reinigung, ggf. Flächendesinfektion vor jeder neuen Nutzung
  • Besteckausgabe durch eine Person regeln
  • Keine offenen Buffets/keine offenen Getränke anbieten
  • Spuckschutz installieren
  • Tragen von Mund-Nasen-Maske sicherstellen
  • Konzepte zur Kontaktvermeidung bei der Essenszubereitung erstellen
  • Weitere Hotspots ausmachen und Lösungen finden
  • Gästeversorgung umorganisieren

7. Personenbeförderung

7.1 Fahrdienste

Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind soweit wie möglich auch auf dem Weg zur WfbM und von der WfbM nach Hause einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist während der Beförderung zwingend erforderlich. Die WfbM hat in Abstimmung mit dem Beförderer entsprechende Vorsorge zu treffen, damit die Vorgaben eingehalten werden.

7.2 ÖPNV

Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV sollten über die aktuellen Sicherheits-bestimmungen im ÖPNV informiert werden. Maskenpflicht ist hier unbedingt einzuhalten.

7.3 Interne Beförderung

Interne Beförderungsfahrten und Montagefahrten sind nur mit Mund-Nasen-Maske erlaubt. Die Innenräume von Firmenfahrzeugen sind regelmäßig zu desinfizieren, insbesondere nach Beförderung mehrerer bzw. wechselnder Personen.

8. Arbeitsbegleitende Angebote

Arbeitsbegleitende Angebote finden nur statt, wenn diese unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen durchgeführt werden können. Die Freigabe erfolgt durch bzw. in Abstimmung mit der Bereichsleitung Bildung und Pädagogik.

9. Meldungspflichten und Notfallplanung

9.1 Grundsatz

Bei auftretenden (Verdachts-)Fällen sind interne und externe Meldepflichten einzuhalten. Die interne Meldepflicht dient der Information des internen Krisenmanagements, während die betriebsexterne Meldepflicht das jeweils zuständige Gesundheitsamt als Adressaten meint.

Letztere orientiert sich an der Empfehlung des Robert Koch Instituts. Die Meldepflicht ist in den folgenden Fällen wie beschrieben zu erfüllen.

9.2 Krankmeldung wegen grippeähnlicher Symptome

  1. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung
  2. Betroffene Person auffordern, sich in ärztliche Behandlung zu begeben
  3. Test auf CoVid-19 empfehlen
  4. Desinfektion des Arbeitsplatzes der betroffenen Person

9.3  Auftreten von grippeähnlichen Symptomen am Arbeitsplatz (Verdachtsfall)

  1. Bei Feststellung von:
    • starkem Husten
    • Schnupfen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen
    • erhöhte Temperatur/Fieber (ab 37,5°C)
    • Glieder- oder Lungenschmerzen
    • Störung von Geruchs- und/oder Geschmackssinn
      > Sofortige räumliche Isolierung der betroffenen Person
  2. Betroffene Person nach Hause schicken mit der Aufforderung, mit dem behandelnden Arzt/der Ärztin oder dem Gesundheitsamt telefonisch Kontakt aufzunehmen (Information dazu geht unsererseits an Rechts- und Wohnbetreuung).
  3. Zum Test auf CoVid-19 auffordern und bis zum Vorliegen des Test-Ergebnisses in häusliche Isolation schicken.
  4. Die Quarantäne endet mit dem Vorliegen eines negativen Testergebnisses, spätestens nach Ablauf von fünf Tagen seit der Testung. Bei Symptomfreiheit darf die betroffene Person dann wieder zum Mosaik kommen.
  5. Desinfektion des Arbeitsplatzes der betroffenen Person veranlassen
  6. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung – Krisenstab (Mail an: krisenstab@mosaik-berlin.de)
  7. Für Fragen oder bei Unsicherheit im häuslichen Bereich gibt es die Hotline der Senatsverwaltung für Gesundheit unter 030 / 9028-2828 oder die von den Bezirken eingerichteten Hotlines.

9.4   Positives COVID-19-Testergebnis

Positiv getestete Person:
Die Quarantäne einer positiv getesteten Person endet:

  • bei asymptomatischem Verlauf 10 Tage nach Erstnachweis des Virus und
  • bei symptomatischem Verlauf 10 Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden

Sobald Mosaik von einem positiven Testergebnis erfährt, sind die direkten
Kontaktpersonen der Kategorie 1 in eine 14-tägige (ab 01.12.2020: bei Vorlage eines negativen Testergebnisses 10-tägige) Quarantäne zu schicken.

Konkret bedeutet dies:

  1. Kontaktpersonen nach Hause schicken (Information dazu geht unsererseits an Rechts- und Wohnbetreuung)
  2. Meldekette: Sozialpädagogischer/Begleitender Dienst – Standortleitung – Krisenstab (Mail an: krisenstab@mosaik-berlin.de)
  3. Meldung der Kontaktpersonen der Kategorie 1 an das für den jeweiligen Mosaik-Standort zuständige Gesundheitsamt durch den Begleitenden Dienst
  4. Die Quarantäne endet 14 (10) Tage nach dem letzten engen Kontakt zu einem bestätigten CoVid-19-Fall, wenn keine Symptome aufgetreten sind.

10. Zusammenfassung und Vorsorge

Beschäftigte im Arbeitsbereich, Teilnehmende des Berufsbildungsbereichs und des Beschäftigungs- und Förderbereichs können Beschäftigung und Betreuung in Anspruch nehmen, wenn sie

  • keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit einer bestätigt infizierten Person 14 (10) Tage vergangen sind und Symptomfreiheit besteht,
  • sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet beim RKI: rki.de/covid-19) bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sich keine Krankheitssymptome zeigen (Bescheinigung vorlegen).

Mosaik bietet allen Beschäftigten, Teilnehmenden und Mitarbeitenden auf Grundlage der jeweils aktuellen mosaik-internen „Corona-Test-Strategie“ sowohl betriebsärztliche Beratung als auch dezentral Schnelltests (Antigen-Tests/PoC-Tests) an. Hierfür stehen im Rahmen der nationalen Teststrategie ausreichende Mengen an Tests zur Verfügung, sodass in der Regel auch eine wöchentliche Testung angeboten werden kann.

Wer einen PCR-Test (Labor) hat durchführen lassen, muss unabhängig vom Anlass der Testung bis zum Vorliegen des Ergebnisses in häuslicher Isolation bleiben.

Auszuführende Maßnahmen:

  • Neue Beschäftigte im Arbeitsbereich, Teilnehmende des Berufsbildungsbereichs und des Beschäftigungs- und Förderbereichs werden individuell begrüßt und in die geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln eingewiesen.
  • Täglich wird bei allen Beschäftigten und Teilnehmenden eine Temperaturmessung durchgeführt. Ab 37,5 Grad werden die Betroffenen nach Hause geschickt. Dann ist nach Punkt 9 zu verfahren.
  • Händedesinfektion ist für alle verbindlich.
  • Weiterhin werden alle bei der Einhaltung der Regeln unterstützt und begleitet.
  • Unterweisungen und praktische Umsetzungen liegen in der Verantwortung der Gruppenleitenden und werden personenbezogen vom ersten Tag an durchgeführt und regelmäßig wiederholt.
  • Es wird schriftlich festgehalten, dass die Unterweisung durchgeführt worden ist.

Die Standorte setzen die beschriebenen Regelungen entsprechend ihrer räumlichen und strukturellen Gegebenheiten um. Luftfilteranlagen sind insbesondere zum Schutz vulnerabler Personengruppen umfangreich angeschafft und aufgestellt worden (im Beschäftigungs- und Förderbereich und in unserer Gastronomie)


Hilfreiche Links:

Information des Senats von Berlin zu Beratungsmöglichkeiten (Hotlines der Gesundheitsämter)

Informationen des Bezirksamtes Reinickendorf von Berlin zu Kontaktkategorien und Quarantäne