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Jeder ist ein Teil des Ganzen

30 Jahre Inklusion – 30 Jahre Mosaik-Services

Inklusionsunternehmen Mosaik-Services feiert 30-jähriges Bestehen

Am Tag der sozialen Gerechtigkeit, dem 20. Februar 2020, feierte Mosaik-Services, das Inklusionsunternehmen von Mosaik und zugleich eines der größten und ältesten Inklusionsunternehmen in Berlin, sein 30-jähriges Jubiläum. Der Tag selbst hätte nicht besser gewählt sein können, denn seit 1990 steht die Mosaik-Services Integrationsgesellschaft mbH für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu tariflichen Bedingungen.

Gefeiert wurde im Restaurant Charlottchen. Keineswegs ein Zufall. Denn mit dem Familien-Restaurant in Charlottenburg, das vor allem auch für sein kleines Theater bekannt und beliebt ist, begann vor ziemlich genau 30 Jahren die Erfolgsgeschichte der Inklusionsbetriebe bei Mosaik. Nachdem man sich in den Folgejahren mit weiteren Restaurants und Cafés (Café Schwartzsche Villa, Café Konzerthaus, Café im Jagdschloss Grunewald) in der Berliner Gastro-Szene einen Namen machen konnte, wagte man das Projekt Inklusion auch in anderen Branchen. Bis heute ist man zudem in der Maler– und Gebäudereiniger-Sparte sowie dem Büromanagement erfolgreich und zeigt, dass Inklusion gelingen kann. Sinnbildlich dafür stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Geschichten. Die Beschäftigten, die schon lange dem Unternehmen ihre Treue halten, wurden auf der Jubiläumsfeier geehrt. Mit 30 Dienstjahren war unter den Jubilaren auch der erste Mitarbeiter mit anerkannter Schwerbehinderung, der 1990 mit der Eröffnung des Charlottchens eingestellt wurde.

Auch sonst war die Veranstaltung hochkarätig besetzt. Für die Moderation konnte Ulla Kock am Brink gewonnen werden, die unterhaltsam durch den Nachmittag führte. Neben dem Mosaik-Geschäftsführer, Frank Jeromin, und dem Vorstand von Das Mosaik e. V., Reinald Purmann, richteten auch Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Berlin e. V., und Franz Allert, Präsident des Landesamts für Gesundheit und Soziales, ihre Gruß- und Dankesworte an die Anwesenden. Sie erinnerten an die anfänglichen Herausforderungen des Projekts „Charlottchen“, an die tollen Entwicklungen von Mosaik-Services, aber auch an Rückschläge. Geschäftsführer Frank Jeromin, der selbst von Anfang an dabei ist, sagte: „Vor 30 Jahren waren wir mit die Ersten, die das Abenteuer eines inklusiven Betriebs wagten. Doch auch für Inklusionsunternehmen gelten die Regeln des Marktes. So ist es stets eine Gratwanderung zwischen wirtschaftlicher Ausrichtung und professioneller Begleitung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz.“ Trotz aller Widrigkeiten konnten seit 1990 224 Arbeits- und 270 Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Eine Erfolgsgeschichte, die stolz macht. 

Ein buntes Kulturprogramm mit einem „Best of“ von Berliner Künstlern, die dem Charlottchen seit den Anfängen eng verbunden sind, rundete die Feier ab. Das Publikum durfte sich über locker-heitere Auftritte von Plückhahn & Vogel, Schall & Rauch, Kabarett Lampenfieber sowie Rhythm’n’Blues von Peter Lorenz & Band freuen.

 

Heute beschäftigt Mosaik-Services 159 Mitarbeitende, davon 66 mit Behinderung. 12 Auszubildende erlernen zurzeit einen der zehn angebotenen Ausbildungsberufe mit IHK- und Handwerkskammer-Abschluss. In der Vergangenheit konnte knapp die Hälfte der Auszubildenden auch in tarifliche Dauerarbeitsplätze übernommen werden.

 

Fotos: Daniel Küppers