40 Jahre Mosaik am Askanierring
1986 wurde die Betriebsstätte am Askanierring im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker feierlich eröffnet. Bis heute ist sie der größte Werkstattstandort von Mosaik in Berlin.
Rund 250 Werkstattbeschäftigte arbeiten hier in unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören unter anderem Industriemontage, Lebensmittelkonfektionierung, Verpacken und Versand, Tischlerei, Malerei, Hauswirtschaft, Kantine und kreative Arbeitsangebote. Hinzu kommen der Berufsbildungsbereich sowie der Beschäftigungs- und Förderbereich für Menschen mit komplexen Behinderungen.
Gemeinsam gefeiert
Das Wetter hielt und die Stimmung war, wie immer, mitreißend. Werkstattbeschäftigte, Mitarbeitende und Geschäftsführung feierten am 4. September 2026 gemeinsam mit Ehrengästen aus dem Mosaik-Verein, der Politik, der Wirtschaft und der Nachbarschaft. Dabei war deutlich zu spüren, wie viel Verbundenheit mit dem Standort in vier Jahrzehnten gewachsen ist.
Am Morgen eröffneten Frank Bewig, Bezirksbürgermeister von Spandau, und Jan Ballerstädt, Geschäftsführer der Mosaik-Berlin gGmbH, die 40-Jahr-Feier.
Um 12 Uhr begrüßten Margitta Jacob und Ahmed Ellbabidi vom Werkstattrat den Regierenden Bürgermeister, Kai Wegner. In seinem Grußwort würdigte er die Ausdauer von Mosaik in den langjährigen Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) beim Erwerb des rund 16.000 Quadratmeter großen Geländes am Askanierring 155/156. Acht Jahre seien „viel zu lange“, sagte Wegner. Umso mehr freue er sich, „für Mosaik, für Sie alle und für die anderen Träger am Standort, dass der Kauf nun endlich gelungen ist“.
Wegner hob zugleich die gesellschaftliche Bedeutung solcher Einrichtungen hervor: „Wir reden in Berlin sehr viel über Inklusion. Aber für mich ist Teilhabe viel wichtiger. Teilhabe, die Inklusion ermöglicht. Dafür brauchen wir Träger wie Mosaik.“
Ein besonderer Moment des Tages war die Ehrung von zwei Werkstattbeschäftigten und einer Gruppenleiterin, die bereits seit 40 Jahren, also von Beginn an, am Askanierring tätig sind.
Mehr als ein Werkstattstandort
Der Askanierring ist heute weit mehr als ein Ort zum Arbeiten. Auf dem Gelände sind über viele Jahre weitere soziale, sportliche und kulturelle Angebote gewachsen. Dazu gehören unter anderem die AWO-Kita Sternschnuppe, die Kampfsportschule Randori-Pro Spandau, die Serbisch-Deutsche Gemeinde Mladost Berlin e. V. und die Tanzschule Broadway.
Mit ihren Angeboten für Kinder, Familien, Sportlerinnen und Sportler sowie Kulturinteressierte machen sie den Askanierring zu einem vielfältigen Ort der Begegnung.
Mit dem Kauf des Geländes erhalten auch diese Einrichtungen eine langfristige Perspektive.
Frank Jeromin, Geschäftsführer von Das Mosaik e. V. und unermüdlicher Kämpfer für den Kauf des Standorts, brachte die Bedeutung des Tages auf den Punkt: „Wir feiern heute nicht nur 40 Jahre, sondern die Sicherung des Standorts als sozialen Anker für Spandau.“
Neue Möglichkeiten für die Zukunft
Der Erwerb schafft die Grundlage, den Standort langfristig weiterzuentwickeln. In den kommenden Jahren soll das Gebäude schrittweise technisch und energetisch saniert werden. Geplant sind unter anderem Arbeiten an Haustechnik, Elektrik, Heizsystem und Gebäudehülle.
Auch neue soziale Angebote werden möglich. In einem derzeit nicht vermietbaren Gebäudeteil soll perspektivisch Wohnraum für Menschen mit Behinderungen entstehen.
Unser Ziel ist, den Askanierring als lebendigen inklusiven Ort weiterzuentwickeln: für Arbeit, Wohnen, Kinderbetreuung, Sport, Kultur und Begegnung.
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