Der eingebildete Kranke - Szenenfoto

Arbeitsbegleitende Angebote bei Mosaik: Eine bezaubernde Premiere - "Der eingebildete Kranke" von den Hottenschlotten

6. Juni 2026

Fünf Jahre hat die Arbeit an dem Stück gedauert und das Ensemble ist dabei zu einer Art Familie geworden. Ein Gespräch mit den beiden Theater-macherinnen Nadia Panknin und Tasha Arsalan und mein Bericht vom Besuch der Premiere.

Es gab einen besonderen Theater‑Abend im Charlottchen in Berlin‑Charlottenburg. 
Dort spielte die inklusive Theater‑Gruppe Hottenschlotten ihr Stück „Der eingebildete Kranke“.

Die Hottenschlotten sind eine Gruppe von Mosaik‑Berlin. Menschen mit Behinderung machen dort Theater‑Spiel. Sie proben jede Woche im Charlottchen. 

Die Leiterin heißt Nadia Panknin.Sie arbeitet seit vielen Jahren als Theater‑Pädagogin bei Mosaik‑Berlin. Zusammen mit Tasha Arsalan hat sie das Stück entwickelt.

Die beiden wollten ein modernes Inklusions‑Theater machen. 

Die Gruppe hat sehr lange an dem Stück gearbeitet. Schon vor der Corona‑Zeit haben sie damit begonnen.

Es gab viele Text‑Versionen und viele Proben. Beim Proben durften alle Spieler‑innen eigene Ideen sagen. So entstand zum Beispiel eine Figur mit künstlicher Intelligenz namens Siri. Es gibt eine digitale Kranken‑Akten, ein schwules Paar und eine Tochter, die lieber Medizin studiert als heiratet.

In dem Stück geht es um Herrn Argan. Er denkt, er ist sehr krank. Er ist launisch und nervt seine Familie mit Ärzten und Medizin. Am Ende siegt die Liebe zu einem schwierigen Menschen über die Krankheit.

Die Hottenschlotten zeigen diese Geschichte mit viel Humor und mit Themen aus dem heutigen Leben. Bei der Premiere im April 2026 war das Publikum sehr berührt. Viele Menschen haben gelacht und mit‑gefühlt.

Der Abend zeigte, wie stark Kunst und Inklusion zusammengehören. 

Die Gruppe wünscht sich noch mehr Auf-führungen und neue Stücke aus ihrem eigenen Leben.

Wir haben für Menschen, die das Charlottchen und die Hottenschlotten kennenlernen möchten, Links und Infos zum Ensemble unter diesen Text geschrieben. Auch zu Molière gibt es Informationen.


Das Ensemble – „SEHR frei nach Molière – Der eingebildete Kranke"

Rolle                                              Darsteller / Darstellerin
Argan, der eingebildete KrankeRené Werner
Pauline Argan, seine EhefrauTanja Riedel
Angie Argan, seine TochterHuyen Nguyen
Lulu Argan, seine TochterJulia Glaubitz
Berta, Argans SchwesterStefan Ellert
Leo Schiprowski (Zweitbesetzung)
Toni, Argans HaushilfeVivien Zach
ClemensEmil Schreiber
Dr. Alex RossmannAlexander Kirstein
Frau RossmannDaniel Schönfeld
Frau Bayer, ApothekerinAngela Buergel
Dr. CharitéVolker Rührmund
Siri (KIAleksandra Lazorek
Winky (Hauself)Philip Marquaß

 

Choreo-grafie: Ida Baltes & Katrin Braun
Projekt-leitung: Nadia Panknin & Tasha Arsalan 

Molière wurde im Jahr 1622 in Paris geboren und verstarb 1673 ebenfalls in Paris. Er war ein französischer Schauspieler, Dramatiker und wohl der bekannteste Theater-macher seiner Zeit. Aus seiner Theater-truppe ging die heutige Comédie Française hervor. Sie wurde von König Ludwig XIV., dem "Sonnenkönig" gegründet.

Molière hatte viele Stücke geschrieben. Er hat die Komödie und die Satire zu anerkannten Kunstformen gemacht. Er hat damit auch den Adel und die Kirche geärgert. Werke von Molière sind heute noch bekannt: "Tartuffe" (1664), "Der Geizige" (1668) - und "Der eingebildete Kranke", Molières Vermächtnis. Er spielte die Titelrolle 1673 selbst, verletzte sich bei einer Vorstellung und verstarb kurz darauf.


Über den Autor

Thomas Hocke schreibt seit vielen Jahren und hat einige Texte veröffent-licht.
Er bringt Erfahrung aus unterschiedlichen Lebens-bereichen mit.
Auch in einer Werkstatt von Mosaik hat er gearbeitet. 
Jetzt schreibt er für die Öffentlichkeits-arbeit von Mosaik. 
 

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