Wie kann man anderen dabei helfen, Streit zu schlichten? Mosaik-Berlin bietet dazu die Ausbildung zu Streitschlichtern an.
18. September 2026
Streit schlichten in der Werkstatt
In der Mosaik-Betriebsstätte Mitte gibt es ein neues Angebot.
Das Angebot ist für Beschäftigte in der Werkstatt.
Zehn Beschäftigte lernten:
Wie kann man Streit schlichten?
Streit schlichten heißt:
Es gibt Miss-verständnisse oder man hört nicht zu, was der andere sagt.
Dann hilft eine andere Person bei der Klärung.
Diese Person heißt Streitschlichter.
Die Ausbildung hatte 13 Termine.
Susann Steinberg leitete die Treffen.
Sie kennt sich gut mit Streit und Lösungen aus.
Die neuen Streitschlichter helfen anderen Beschäftigten.
Sie helfen aber nur, wenn beide Menschen das wollen.
Niemand muss bei einem Gespräch mitmachen.
Beim Gespräch gibt es klare Regeln.
Alle sollen einander ausreden lassen.
Alle sollen zuhören.
Niemand soll beleidigen.
Die Streitschlichter achten darauf:
Beide Menschen dürfen erzählen.
Beide Menschen sollen sich ernst genommen fühlen.
Streitschlichter entscheiden nicht:
Wer hat Recht?
Sie geben auch keine Lösung vor.
Die Menschen mit Streit suchen selbst nach einer Lösung.
Zum Beispiel überlegen sie:
Was muss sich ändern?
Was ist für beide fair?
Die Vereinbarung heißt Friedensvertrag.
Nach ungefähr 2 Wochen schauen alle:
Hat die Vereinbarung im Alltag funktioniert?
Manchmal gibt es noch keine Lösung.
Aber die Menschen verstehen einander dann oft besser.
Das kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Bei jedem Gespräch ist auch eine Gruppenleitung dabei.
Sie hilft nur, wenn die Streitschlichter darum bitten.
Die Gespräche sind vertraulich.
Das bedeutet:
Persönliche Dinge werden nicht weitererzählt.
Die Ausbildung ist ein arbeitsbegleitendes Angebot.
Sie hilft den Beschäftigten, selbstständig zu handeln.
Sie können das Miteinander in ihrer Werkstatt mitgestalten.
Das Angebot soll später auch an anderen Mosaik-Standorten stattfinden.
Über die Autorin
Sabine Zobel arbeitet seit vielen Jahren bei Mosaik und bringt ihre eigene Perspektive auf Menschen, Arbeit und Gesellschaft in ihre Texte ein. Nach verschiedenen beruflichen Stationen und Weiterbildungen kam sie 2013 zu Mosaik, wo sie zunächst in unterschiedlichen Werkstattgruppen tätig war. Seit 2024 arbeitet sie auf einem Außenarbeitsplatz in der Öffentlichkeitsarbeit. Dort schreibt sie für den Blog, das Mosaik Magazin und die Inhouse-Zeitung Mosaik Aktuell. Besonders wichtig ist ihr, Arbeitsalltag sichtbar zu machen und Themen verständlich, authentisch und nah an den Menschen aufzubereiten.
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