Seit 1996 gibt es die Kunstwerkstatt von Mosaik. Sie war die erster ihrer Art in Deutschland. Heute schaffen hier rund 20 Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Keramikarbeiten und Installationen. Ende Juli verließ die Kunstwerkstatt nach 30 Jahren die Betriebsstätte Spandau am Askanierring und bezog ihre neuen Räume in der Potsdamer Straße 83, direkt gegenüber vom Wintergarten Varieté. Der neue Mosaik-Standort trägt den Namen Betriebsstätte Mercator-Höfe.
Die Lage ist bewusst gewählt. Die Mercator-Höfe und ihr Umfeld sind geprägt von Galerien, Kunsträumen und Kreativunternehmen. Für die Kunstwerkstatt entstehen damit neue Möglichkeiten, mit Kunstinteressierten, Kulturschaffenden und Menschen aus der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen.
Künstlerinnen und Künstler planen mit
Auf den neuen Standort wurden die Beschäftigten über mehrere Monate vorbereitet. In Workshops beschäftigten sie sich mit der Frage: Wie sollen unsere neuen Atelierräume sein?
Die Wünsche waren konkret. Die neuen Räume sollten moderner und zentral gelegen sein, Ruhe zum Arbeiten bieten und ohne Stufen erreichbar sein. Gewünscht wurden außerdem ein Außenbereich, mehr Kontakt zu Menschen außerhalb von Mosaik und vor allem ein Ort, an dem Kunst präsent ist.
Bei mehreren gemeinsamen Besuchen lernten die Künstlerinnen und Künstler die Mercator-Höfe schon vor dem Umzug kennen. Ihre Ideen flossen auch in die Planung der Räume ein. Die Freude über den neuen Standort war von Beginn an groß.
Mehr als 200 Kisten voller Kunst
Der eigentliche Umzug war ein Kraftakt. Wochenlang wurde gepackt, sortiert und entschieden, was mit an den neuen Standort kommt. Mehr als 200 Umzugskisten wurden gefüllt. Am 30. Juli brachten drei große Umzugswagen schließlich Kunstwerke, Materialien, Möbel und Arbeitsgeräte von Spandau in die Potsdamer Straße.
Die Idee, die Kunstwerkstatt stärker für die Öffentlichkeit zu öffnen, reicht schon viele Jahre zurück. Bereits vor rund 15 Jahren waren die Mercator-Höfe als möglicher Standort im Gespräch. Nun ist aus dieser Idee Wirklichkeit geworden.
Bevor sich die Türen für Gäste öffnen, sollen die Künstlerinnen und Künstler zunächst in Ruhe an ihrer neuen Wirkungsstätte ankommen, die Räume einrichten und sich mit dem neuen Umfeld vertraut machen. Die offizielle Eröffnung der Betriebsstätte Mercator-Höfe ist für den Herbst geplant. Über den Termin und weitere Details informieren wir rechtzeitig.
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