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Jeder ist ein Teil des Ganzen

Finanzielle Absicherung in der Werkstatt

Die folgenden Hinweise zur finanziellen Situation von Teilnehmenden im Berufsbildungs- und Beschäftigten im Arbeitsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung sollen einen ersten Einblick in die gegebenen Möglichkeiten eröffnen.

Wir weisen darauf hin, dass wir keine allgemeingültigen Aussagen, die für alle zutreffen, geben können, da immer die jeweilige Situation des Einzelnen eine entscheidende Rolle spielt.

Im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich ist in den meisten Fällen die Agentur für Arbeit Leistungsträger und zahlt ein Ausbildungsgeld.
Dieses beträgt 117 € im Monat.
Ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Leistungsträger, dann wird im Regelfall ein Übergangsgeld gezahlt, dessen Höhe individuell berechnet wird.

Das Mittagessen ist im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich kostenfrei.

Die Kosten für einen notwendigen Fahrdienst übernimmt der Leistungsträger.

Im Arbeitsbereich wird ein Lohn gezahlt, den Mosaik erwirtschaften muss.
Der Gesetzgeber legt fest, dass jedem ab 01.01.2021 ein Grundbetrag in Höhe von 99 € gezahlt werden muss (derzeit 89 €). Dazu kommen 52 €, die der Staat bezahlt (Arbeitsförderungsgeld) und ein Steigerungsbetrag, der von der Leistung des Einzelnen und den Ergebnissen der Werkstatt abhängt. Der Steigerungsbetrag kann bei Mosaik bis zu 430 € erreichen.

Beiträge zur Rentenversicherung, zur Pflegeversicherung und zur Krankenversicherung werden über Mosaik an die entsprechenden Stellen eingezahlt.

Für Beschäftigte in einer Werkstatt, deren Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, kann Kindergeld beantragt werden. Derzeit werden 204 € pro Monat gezahlt. Der Antrag geht an die Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Je nach persönlichen Voraussetzungen ist für den Lebensunterhalt ein Antrag beim Jobcenter (Arbeitslosengeld II) oder beim Grundsicherungsamt (Bezirksamt) zu stellen.
Die Höhe ist von den individuellen Voraussetzungen abhängig. Bei der Grundsicherung wird das eigene Einkommen berücksichtigt, nicht das der Eltern.
Hier können auch behinderungsbedingte Mehrbedarfe, steuerliche Vorteile, das Sozialticket oder das Wohngeld zum Tragen kommen.

Möglicherweise kann auch ein Pflegegeld-Antrag sinnvoll sein.

Informative Links im Internet können sein: