FASD wird oft zu spät erkannt
17. April 2026
Wir haben mit Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr gesprochen.
Er kennt sich sehr gut mit FASD aus.
Er beschäftigt sich seit 40 Jahren mit FASD.
Im Gespräch wurde eines schnell klar.
FASD wird in Deutschland oft spät erkannt.
Das ist für Kinder und Familien sehr schwer.
Was ist FASD?
FASD ist eine Schädigung vor der Geburt.
Sie entsteht durch Alkohol in der Schwangerschaft.
Schon wenig Alkohol kann dem Baby schaden.
Eine sichere Menge gibt es nicht.
FASD ist ein Ober-Begriff.
Dazu gehören verschiedene Formen von Schädigungen.
- FAS ist die schwerste Form.
- pFAS ist eine leichtere Form.
- ARND betrifft vor allem das Gehirn.
Warum wird FASD oft spät erkannt?
Viele Menschen - auch Ärzte - kennen FASD noch nicht gut.
Darum wird die Schädigung oft nicht gleich erkannt.
Viele Probleme sehen erst wie andere Probleme aus.
Zum Beispiel wie Unruhe oder Lern-Probleme.
Dann heißt es oft schnell:
Das Kind ist schwierig.
Oder das Kind will nicht.
Aber oft stimmt das nicht.
Oft ist das Kind vor der Geburt geschädigt worden.
Was bedeutet FASD für Kinder?
Kinder mit FASD haben oft Probleme im Alltag.
Zum Beispiel beim Lernen und beim Merken.
Oder beim Sprechen und beim Aufpassen.
Auch Gefühle zu steuern kann schwer sein.
Und der Umgang mit anderen Menschen kann schwer sein.
Manche Kinder sind kleiner und leichter als andere.
Manche Kinder haben besondere Merkmale im Gesicht.
Aber nicht immer sieht man FASD von außen.
Warum ist eine frühe Diagnose wichtig?
Eine frühe Diagnose hilft dem Kind.
Und sie hilft auch der Familie.
Dann verstehen Eltern und Fach-Leute das Kind besser.
Dann bekommt das Kind die passende Hilfe.
Und das Umfeld kann besser reagieren.
Das entlastet viele Familien.
Denn das Verhalten bekommt dann einen Namen.
Und die Ursache wird besser verstanden.
Kann FASD geheilt werden?
Nein.
FASD kann nicht geheilt werden.
Die Schädigung bleibt das ganze Leben.
Aber gute Hilfe kann vieles leichter machen.
- klare Regeln
- gute Förderung
- passende Therapie
- verständnis-volle Begleitung im Alltag
Warum brauchen Familien Unterstützung?
Viele Kinder mit FASD leben in Pflege-Familien.
Für diese Familien ist der Alltag oft anstrengend.
Viele Probleme sind nicht sofort sicht-bar.
Darum werden Kinder oft falsch verstanden.
Gute Unterstützung hilft den Kindern.
Und gute Unterstützung hilft auch den Familien.
Welche Folgen hat FASD später?
FASD endet nicht mit der Kindheit.
Viele Betroffene haben auch später große Hürden.
Zum Beispiel in der Schule.
Oder in der Ausbildung.
Oder im Beruf.
Viele Menschen mit FASD brauchen lange Unterstützung.
Darum ist frühe Hilfe so wichtig.
Fazit
FASD wird oft zu spät erkannt.
Das ist für viele Menschen sehr schwer.
Darum brauchen wir mehr Wissen über FASD.
Und betroffene Menschen brauchen früh Hilfe.
Denn hinter jeder Diagnose steht ein Mensch.
Dieser Mensch braucht Verständnis und passende Unterstützung.
Über die Autorin
Sabine Zobel arbeitet seit vielen Jahren bei Mosaik.
Seit 2024 ist sie in der Öffentlichkeits-Arbeit tätig.
Sie schreibt Texte, führt Interviews und möchte Themen verständlich und nah am Alltag erklären.
Sabine Zobel hat auch FASD.
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