Das gewisse Etwas Filmvorführung - Florian Lukas Ferdinand Kuner Linn Bader

„Das gewisse Etwas“ – vom Interview auf die große Leinwand

5. Oktober 2026

  • Am 23. September 2026 sahen rund 250 Gäste den Film „Das gewisse Etwas“ im Kino International.
     

  • Ferdinand Kuner, Beschäftigter von Mosaik-Berlin Mitte, spielt darin die Rolle des Konrad.
     

  • Beschäftigte und Mitarbeiter der Betriebsstätte Mitte erlebten die exklusive Vorführung gemeinsam.
     

  • Die Komödie bringt Menschen mit und ohne Behinderungen als Teil der Geschichte zusammen.
     

  • Für Ferdinand Kuner war die Rolle sein erster Filmauftritt und ein wichtiger Schritt als Schauspieler.
     

  • Der Kinobesuch knüpfte an ein Mosaik-Interview über seine Dreharbeiten vom Februar an.

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Das gewisse Etwas Filmvorführung Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Florian Lukas Ferdinand Kuner Linn Bade
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Ferdinand Kuner geiler Typ
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Florian Lukas Linn Bade Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Florian Lukas Linn Bade Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Ferdinand Kuner
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Kino International Mosaik Betriebsstätte Mitte
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Das gewisse Etwas Filmvorführung - Kino International

Am 23. September 2026 besuchten wir mit der Betriebsstätte Mosaik-Berlin Mitte eine exklusive Vorführung des Films. Für uns war dieser Kinobesuch etwas Besonderes. Ferdinand Kuner, der im Film die Rolle des Konrad spielt, ist Beschäftigter an unserem Standort. Auch die Darsteller Florian Lukas und Linn Bade waren bei der Vorführung anwesend.

Insgesamt kamen rund 250 Personen zu der Veranstaltung. Unter den Gästen waren Beschäftigte unserer Betriebsstätte von Mosaik in Mitte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch Kolleginnen und Kollegen von Ferdinands Außenarbeitsplatz waren dabei.

Ein großes Dankeschön geht an das Kino International, das diese Vorführung ermöglicht hat.

Bereits im Februar hatten wir Ferdinand zu seiner Rolle und den Dreharbeiten interviewt. Damals hatten wir über die Entstehung des Films gesprochen, konnten aber noch nicht das Ergebnis sehen.
 

Von der Versandabteilung zum Filmset

Im Interview erzählte uns Ferdinand, dass er seit fünf Jahren bei Mosaik ist und zunächst in der Versandabteilung beschäftigt war. Mittlerweile arbeitet er auf einem Außenarbeitsplatz in einer Kindertagesstätte.

Durch seinen Sportverein wurde er auf die Suche nach Darstellern für „Das gewisse Etwas“ aufmerksam. Für das Casting sollte er etwas über sich erzählen und eine Szene vorspielen. Im August 2025 erhielt er schließlich die Zusage.

Für Ferdinand war es die erste Rolle in einem Film. Ganz neu war die Schauspielerei für ihn allerdings nicht, denn er ist Mitglied der Theatergruppe Thikwa.

Die Dreharbeiten dauerten zwei Monate und fanden unter anderem in Oberammergau statt. Während dieser Zeit war Ferdinand von seiner Arbeit bei Mosaik freigestellt. Im Interview berichtete er auch, dass er während der Dreharbeiten Unterstützung bekam. Sie half ihm beispielsweise beim Lernen seiner Texte. Ferdinand nahm seine Texte dafür auf dem Handy auf und hörte sie sich immer wieder zum Üben an.

„Das gewisse Etwas“ ist nicht nur eine Komödie, sondern auch ein inklusives Filmprojekt. Menschen mit und ohne Behinderungen stehen gemeinsam vor der Kamera und sind Teil der Geschichte. Gerade vor diesem Hintergrund war es für uns besonders interessant zu sehen, wie der fertige Film auf der großen Leinwand wirkt.

Mit der Frage, wie Menschen mit Behinderungen in Film und Fernsehen dargestellt werden, haben wir uns schon einmal ausführlicher beschäftigt. Lesen Sie dazu unser Mosaik-Magazin.
 

„Geiler Typ“ bei der Filmpremiere

Ganz neu war das Kinoerlebnis für Ferdinand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Bereits einige Wochen zuvor hatte er gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus seiner ehemaligen Mosaik-Gruppe die Filmpremiere in Essen besucht.

Für ihren Auftritt hatten sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: Die Gruppe trug T-Shirts mit der Aufschrift „Geiler Typ“. Damit war Ferdinand bei seiner Premiere kaum zu übersehen.

Wer solche Geschichten von den Dreharbeiten und rund um die Premiere kennt, schaut mit anderen Augen auf den fertigen Film.

Zwischen Lachen und Nachdenken

Mir hat „Das gewisse Etwas“ insgesamt gut gefallen. Ich fand den Film unterhaltsam und die Mischung aus verschiedenen Stimmungen gelungen.

Es gibt viele Situationen, in denen man etwas zu lachen hat. Gleichzeitig hat der Film ruhigere und nachdenkliche Momente. Gerade dieser Wechsel hat für mich gut funktioniert. Die Geschichte versucht nicht, von Anfang bis Ende einfach nur lustig zu sein.

An einigen Stellen wurde es sogar ziemlich emotional. Zumindest bei mir sind dabei ein paar Tränen geflossen. Ich gebe allerdings zu: Ich bin eine alte Heulsuse. Trotzdem zeigt das für mich, dass der Film neben seinem Humor auch Gefühle vermitteln kann.
 

Mit Schimpfwörtern wird nicht gespart

Überrascht hat mich dagegen die teilweise derbe Sprache. Im Film kommen vergleichsweise viele Schimpfwörter vort. Mit dieser Menge hatte ich vorher nicht gerechnet.

Mich hat das nicht sehr gestört. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass empfindlichere Zuschauerinnen und Zuschauer damit Probleme haben könnten. Der eine oder andere würde sich vielleicht sogar einen kleinen Warnhinweis wünschen. Wer bei jedem Schimpfwort zusammenzuckt, dürfte während des Films jedenfalls häufiger in Bewegung sein.
 

Die Liebe darf auch ein bisschen mitspielen

Neben Humor und ernsteren Momenten spielt auch die Liebe eine Rolle. Gut gefallen hat mir dabei, dass die romantischen Elemente nicht zu stark in den Vordergrund gerückt werden.

Die Liebesgeschichte gehört zum Film, dominiert die Handlung aber nicht. Dadurch bleibt genügend Raum für die anderen Figuren und Themen. Nach meiner Ansicht war das eine gute Entscheidung.

Ohne an dieser Stelle zu viel über die Handlung zu verraten: Der Film gönnt seinen Charakteren ein Happy End.
 

Ferdinand möchte weitermachen

Nach der Vorführung bekommt auch eine Aussage aus unserem Interview mit Ferdinand noch einmal eine besondere Bedeutung. Damals erzählte er uns, dass ihm das Schauspielern viel Spaß macht und er gerne weitere Rollen übernehmen möchte. Er hat sich bereits bei einer Agentur angemeldet.

Seine Botschaft an andere Beschäftigte war ebenfalls eindeutig: Wer Interesse daran hat, bei einem Film mitzuspielen, sollte es ausprobieren. Auch Menschen mit Behinderungen können sich für Filmrollen bewerben.

Und falls es mit der nächsten Filmrolle klappt, hat Ferdinand sogar schon eine Idee: Im Interview verriet er uns, dass er gerne einmal einen Superhelden wie Spider-Man oder Batman spielen würde.

Wer weiß also, wohin ihn sein Weg noch führt?
 

Mein Fazit

„Das gewisse Etwas“ ist eine unterhaltsame Komödie, die Humor und emotionale Momente überzeugend verbindet. Die teils derbe Sprache muss man mögen, sie hat meinen positiven Gesamteindruck aber nicht geschmälert.

Für unsere Betriebsstätte Mosaik-Berlin Mitte war der Kinobesuch weit mehr als eine Filmvorführung: Im Februar hatten wir Ferdinand noch zu seiner ersten Rolle und zu den Dreharbeiten interviewt. Nun konnten wir ihn als Konrad auf der großen Leinwand erleben. Das machte diesen Vormittag für mich unvergesslich.

"Das gewisse Etwas" ist eine deutsche Neuverfilmung des französischen Kinofilms "Was ist schon normal" (Originaltitel: "Un p'tit truc en plus"), der in Frankreich 2024 in die Kinos kam und mit bisher etwa 11 Millionen Zuschauern der erfolgreichste französische Film der vergangenen 10 Jahre ist.

Das Kino International in Berlin Mitte wurde 1963 eröffnet und zuletzt von 2024 bis 2026 aufwendig saniert.

 

Über die Autorin

Sabine Zobel arbeitet seit vielen Jahren bei Mosaik und bringt ihre eigene Perspektive auf Menschen, Arbeit und Gesellschaft in ihre Texte ein. Nach verschiedenen beruflichen Stationen und Weiterbildungen kam sie 2013 zu Mosaik, wo sie zunächst in unterschiedlichen Werkstattgruppen tätig war. Seit 2024 arbeitet sie auf einem Außenarbeitsplatz in der Öffentlichkeitsarbeit. Dort schreibt sie für den Blog, das Mosaik Magazin und die Inhouse-Zeitung Mosaik Aktuell. Besonders wichtig ist ihr, Arbeitsalltag sichtbar zu machen und Themen verständlich, authentisch und nah an den Menschen aufzubereiten. 

 

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Sabine Zobel

Öffentlichkeitsarbeit / Mosaik-Blog


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