Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Berlin Mitte

Arbeitsbegleitende Angebote bei Mosaik: Tischtennis ist mehr als Sport!

23. April 2026

Diana Trostmann lächelt in meine Kamera, hält ihre Urkunde hoch und trägt die Medaille an einem Band um den Hals. Es ist – darf man das schreiben? – ein historischer Moment. Doch, das darf man schreiben.

Das Mosaik-Tischtennis-Turnier in der Werkstatt Berlin-Mitte findet einmal im Jahr statt. Seit zehn Jahren. Erstmals hat nun eine Frau das Turnier gewonnen.

Diana Trostmann ist auch die Frauenbeauftragte bei Mosaik und füllt damit eine besonders wichtige Rolle aus. Weibliche Beschäftigte von Mosaik möchten eine Ansprechpartnerin haben, die ihre Bedürfnisse bestens kennt, versteht und gut vermitteln kann.

Mosaik-Frauenbeauftragte Diana Trostmann gewinnt das diesjährige Tischtennisturnier in der Werkstatt Mitte - hier mit Urkunde

Dafür wurde Diana Trostmann von vielen Beschäftigten gewählt. Nun hat sie auch in ihrem Lieblingssport etwas Besonderes erreicht. Im Halbfinale besiegte sie Marcel Malessa, und im Finale setzte sie sich mit 11:7 gegen René Waldow durch, den Sieger von vor zwei Jahren. Das Spiel um Platz 3 gewann Mariano Marks, der das Turnier im Jahr 2025 für sich entscheiden konnte, gegen Marcel Malessa.

Es waren teilweise dramatische und oft sehr ausgeglichene Partien, bei denen ich dabei sein und die ich fotografieren durfte. Eine davon ging 15:13 aus, mehrere weitere Spiele wurden erst in der Verlängerung entschieden. Wer sich im Tischtennis ein wenig auskennt, weiß, was das bedeutet. Es bedeutet vor allem, dass es sehr spannend war und alle ihr Bestes gegeben haben. 20 Beschäftigte waren in vier Gruppen angetreten, um den Sieger oder die Siegerin zu ermitteln. Viele weitere waren als Zuschauerinnen und Zuschauer dabei.

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Im Turnier der Mosaik-Werkstatt Berlin-Mitte wird ein Satz gespielt. Die Sätze werden gespielt, bis eine der beiden spielenden Personen 11 Punkte erreicht hat. Sie muss dafür aber einen Abstand von 2 Punkten erreicht haben, sonst geht es weiter. Wenn es also 11:10 steht, wird so lange gespielt, bis ein Abstand von 2 Punkten zugunsten eines der Spieler oder einer der Spielerinnen erreicht ist. Dadurch können in seltenen Fällen Ergebnisse von 15:13 oder noch höhere zustande kommen.

Der 25. März 2026, an dem das Turnier stattfand, wird für immer ein Höhepunkt meiner Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit von Mosaik-Berlin bleiben, die mir so viel Spaß macht.

Mich erinnert das auch an etwas: Ich selbst habe in meiner Zeit in der Betriebsstätte Reinickendorf gerne Tischtennis gespielt, zweimal in der Woche. Es war ein Riesenspaß, mit den Kolleginnen und Kollegen an der Platte zu stehen und Fähigkeiten zu reaktivieren, die lange brachgelegen hatten. Es kamen oft genauso enge und spannende Spiele zustande wie im Turnier von Mosaik-Mitte. Es waren Stunden körperlicher Selbstermächtigung.

Dafür ein herzliches Dankeschön an Daniela Kortmann. Sie leitet die sportlichen Aktivitäten in Reinickendorf. Ihre persönliche Leidenschaft ist das Judo, dafür hat sie auch einen Kurs eingerichtet. Ich habe es ausprobiert und mich auf die Matte legen lassen. Ich bin dann doch beim Tischtennis geblieben und habe mich sehr gefreut, am 25. März dabei sein zu können.

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Nicht nur in der Mosaik-Betriebsstätte Berlin-Mitte in der Ifflandstraße, sondern auch in den Werkstätten in Alt-Reinickendorf und Spandau am Askanierring finden regelmäßig Tischtennis-Turniere statt.

Diese Aktivitäten zählen zu den sogenannten arbeitsbegleitenden Angeboten bei Mosaik. Davon gibt es sehr viele, wie diese Broschüre verrät: 
Arbeitsbegleitende Angebote bei Mosaik in Einfacher Sprache

Verschiedene Sportarten wie Tischtennis, Schwimmen und Fußball sowie Laufen und Walking werden angeboten. Dazu kommen Entspannungsübungen verschiedener Art. Aber das ist längst nicht alles. Die Tanzangebote sind sehr beliebt. Immer, wenn aus dem Bewegungsraum fetzige Musik herausschallte und viele Menschen riefen und sangen, wusste ich: Es war Tanzzeit.

Es gibt aber auch Tätigkeiten für jene, die gerne eine ruhige Umgebung haben, um sich zu entspannen, wie die Kreativangebote, die Ergotherapie oder die Fahrradwerkstatt.

Viele Frauen und Männer bei Mosaik sind leidenschaftliche Fußballspieler und Fußballspielerinnen, und sie können wunderbar über die Bundesliga fachsimpeln. Ich habe dadurch viel über die aktuelle Situation in den beiden oberen Ligen gelernt, besonders über Hertha BSC, den Lieblingsverein vieler Beschäftigter. Alle hofften, dass Hertha aufsteigen wird. Möglich ist es immer noch, aber nicht einfach.

Ein Kollege aus der Gruppe, in der ich gearbeitet habe, war auch beim Fußball aktiv. Während seiner Trainingszeiten hatte ich die Gelegenheit, an seiner Maschine zu arbeiten, die er seit Jahren mit großer Souveränität bedient. Er heißt Sjard. Er war auch einer meiner Tischtennis-Partner. Ein ganz lieber Gruß an ihn und an alle vom Kantinenteam in Reinickendorf.

Die Teams bei Mosaik sind so eingerichtet, dass Menschen, die ein arbeitsbegleitendes Angebot wahrnehmen möchten, dies ohne Bedenken tun können. Die Arbeit ist so organisiert, dass immer genug Kolleginnen und Kollegen da sind, die für eine oder zwei Stunden eine Tätigkeit übernehmen können.

Bei Mosaik-Berlin kann man sich aufeinander verlassen. Es ist das Recht der Beschäftigten, an einem arbeitsbegleitenden Angebot oder auch an mehreren teilzunehmen. Das gehört dazu, wenn man in einer WfbM, also einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, arbeitet.

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Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Mitte - Beschäftigte an der Platte
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Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Mitte - Freude und Enttäuschung liegen bei den Partien dicht beieinander
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Großer Einsatz beim Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Mitte
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Gruppenfoto beim Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Mitte
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Knappe Spiele beim Tischtennisturnier in der Mosaik-Werkstatt in Mitte

Dadurch, dass so viele mitmachen, kommt es zu sportlichen Höhepunkten wie dem Tischtennis-Turnier vom 25. März. Allein in der Werkstatt Mitte, die ein Teil der Mosaik-Zentrale in der Ifflandstraße ist, haben sich 20 Menschen eingefunden, die so gerne Tischtennis spielen, dass sie ihr Können mit anderen messen wollten. Organisiert wurde das Turnier von Almut Bänsch. Sie leitet die Bewegungsangebote in der Betriebsstätte Berlin-Mitte. Fachkundig unterstützt wurde sie von Luise, die bei Mosaik ein Freiwilliges Soziales Jahr macht, und von Elke Derbal, die als Psychologin im Unternehmen gearbeitet hat.

Auch an diesem Turniertag fiel mir wieder auf, wie lange Menschen bei Mosaik tätig sind. Das gilt für Beschäftigte und Mitarbeitende gleichermaßen. Es gibt etwas, das Mosaik-Berlin besonders macht, und ich versuche, es immer besser zu verstehen. Es ist für mich mittlerweile kein vollständiges Geheimnis mehr, weil ich bereits mit Menschen sprechen durfte, die sehr lange im Unternehmen sind: mit Thomas Müller vom Gärtnerhof Charlottenburg, mit Agnes Lichtenberg, die eine Gruppe in der Werkstatt Spandau am Askanierring leitet, und mit Geschäftsführer Frank Jeromin.

Durch diese Gespräche habe ich etwas über den Spirit, den Teamgeist, die Vielfalt und die lösungsorientierte Herangehensweise bei Mosaik erfahren. Lesen Sie in die drei Artikel hinein – es lohnt sich, wenn Sie sich für Mosaik-Berlin interessieren.

Nun ist eine weitere Erkenntnis hinzugekommen. Den meisten Menschen, die bei Mosaik arbeiten, macht die Arbeit hier Spaß – das wusste ich schon. Aber mit den arbeitsbegleitenden Angeboten, die sie wahrnehmen können, entsteht eine zusätzliche Motivation und eine Selbsterfahrung, die man nicht hoch genug einschätzen kann. Auch diese vielen Möglichkeiten sorgen dafür, dass Menschen sich hier wohlfühlen und daher oft viele Jahre, gar Jahrzehnte bleiben.

Ich habe zuletzt in privaten Gesprächen wieder erfahren, wie sehr bei manchen sozialen Trägern der rasche Wechsel von Mitarbeitenden und Positionen der Normalfall ist, sodass Beschäftigte sich ständig umgewöhnen müssen. Das ist bei Mosaik anders. Sicherheit für alle und eine gewachsene Struktur spielen eine große Rolle.

Wenn man es möchte, kann man diese Struktur noch abwechslungsreicher gestalten, indem man das eine oder andere der arbeitsbegleitenden Angebote in sie integriert. Denn diese Angebote gehören zum Ganzen, und alle sind ein Teil des Ganzen.

 


 

Mehr zu den arbeitsbegleitenden Angeboten bei Mosaik finden Sie hier

Über den Autor

Thomas Hocke schreibt, seit er als 13-Jähriger seine ersten Kurzgeschichten ausprobierte, und arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig an Texten. Er leitete eine Online-Schreibgruppe, veröffentlichte über mehrere Jahre Kurzgeschichten und nimmt bis heute an Schreibprojekten teil. Außerdem betreibt er ein privates Weblog zu Politik und Kultur. Nach einem Berufswechsel in die Öffentlichkeitsarbeit arbeitet er seit 2025 bei Mosaik und ist Teil unseres Blog-Teams.

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